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Medikamente zur Bekämpfung von Prüfungsangst
Eine ganze Reihe von Medikamenten welche nur nach ärztlicher Beratung, auf Rezept erhältlich sind, werden im Rahmen von Psychotherapien und Angsttherapien genutzt. Wenn Sie wirklich Medikamente gegen Prüfungsangst, Blackout oder Redeangst einsetzten möchten, sollten Sie sich gründlich vom Arzt beraten und über die Nebenwirkungen aufklären lassen. Bitte überlegen Sie sich genau, ob Sie die Risiken, die solche Medikamente bei der Einnahme zur Angstbekämpfung mit sich bringen, eingehen wollen. Unterschätzten Sie nicht das Risiko der Abhängigkeit.
Die Informationen auf dieser Seite stellen keinerlei Empfehlung dar sich Medikamente gegen Prüfungsangst verschreiben zu lassen. Sie dienen nur zur Aufklärung darüber, welche Art von Medikamenten von den Medizinern gegen Angsterkrankungen eingesetzt werden.
Beruhigungsmittel
Schnell wirksame Beruhigungsmittel spielen in der Behandlung von Angstzuständen eine grosse Rolle. Die Neigung vor Prüfungen schnell einmal zu einem Beruhigungsmittel zu greifen ist gross und zu oft wird dabei vergessen, dass diese Medikamente auch schnell abhängig machen können. Oft verordnen Ärzte diese Medikamente auch zu Leichtsinnig und ohne ausreichend auf die Gefahr der Abhängigkeit hinzuweisen.
Die Einnahme dieser Mittel sollte auch nach ärztlicher Verordnung gut überlegt sein, da es sehr verlockend ist, die Ängste ohne eigenes Zutun wegzubekommen. Beruhigungsmittel haben bei Prüfungen den Nachteil, dass man geistig nicht mehr in Höchstform und etwas Müde zur Prüfung antritt.
Antidepressiva
Als Antidepressiva werden vor allem Serotoninwiederaufnahmehemmer verordnet , die oft auch im Rahmen einer Psychotherapie wirksam angewendet werden. Die Medikamente sind in der Regel für Angststörungen zugelassen und viele Betroffene berichten über eine Verbesserung der Symptome. Sobald das Medikament wieder abgesetzt wird, treten allerdings auch die Symptome wieder auf. Alleine dies ist ein Suchtfaktor, der nicht unterschätzt werden darf. Vor Prüfungen wird man gerne immer wieder einfach zu den Medikamenten greifen um für den Erfolg auf „Nummer Sicher“ zu gehen. Antidepressiva haben bei Prüfungen darüber hinaus den Nachteil, dass die Konzentrationsfähigkeit sinkt und man möglicherweise leichter ablenkbar ist.
Nebenwirkungen wie Schwindelgefühle, Mundtrockenheit und Magendarm-Störungen wird man im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Prüfungsangst gerne in Kauf nehmen. Bevor SSRI auf den Markt kamen, wurden vor allem Trizyklische Antidepressiva eingesetzt und werden auch heute noch mit gleichen Erfolg verwendet. Trizyklika haben sehr breite und unterschiedliche Wirkungen. Diese Antidepressiva hemmen beispielsweise die Wiederaufnahme von Serotonin und Dopamin in ihre Speicher, was sich positiv auf die Stimmung auswirkt. Desweiteren wird der Histamin-Spiegel beeinflusst, was entspannend wirkt. Indem sie in den Noradrenalin-Haushalt eingreifen wird der innere Antrieb gestärkt.
Die stimmungsaufhellende Wirkung von Trizyklika stellen sich meist erst zwei bis sechs Wochen nach Beginn der Einnahme ein. Nachteilig sind auch die stärkeren Nebenwirkungen mit Mundtrockenheit, Verstopfung und Gewichtszunahme.
Neuroleptika
Früher wurde besonders von Hausärtzten bei Angstpatienten eine Depotspritze namens Imap verabreicht und der Betroffene fühlte sich dadurch etwas besser. Unterdessen spielen Neuroleptika in der Angstbehandlung eine untergeordnete Rolle.
Betablocker
Betablocker sind relativ wirksame, aber auch relativ gut verträgliche Medikamente, die normalerweise für die Behandlung von Bluthockdruck und Brustschmerzen eingesetzt werden. Sie können aber auch bei bestimmten Ängsten, insbesondere bei Lampenfieber und Prüfungsangst oder Redeangst eingesetzt werden. Betablocker verringern Herzklopfen, Erröten und Schwitzen vor einem öffentlichen Auftritt oder vor einer Prüfung. Da sich die Symptome erst kurz vor einem solchen Ereignis einstellen, wird das Medikament erst etwa 30 Minuten vorher eingenommen. Als Nebenwirkungen können auftreten,allergische Hautreaktionen, Müdigkeit, Schlafstörungen, verminderter Tränenfluss, Verdauungsstörungen, schwankende Blutzuckerwerte, vermehrte Atemnot, Potenzstörungen usw. Allerdings können Betablocker auch zu Konzentrationsstörungen führen, was einer Prüfungsleistung abträglich sein könnte.
Alle beschriebenen Arten von Medikamenten sind nur nach ärztlicher Beratung und auf Rezept in Apotheken erhältlich. Die Beschreibung auf dieser Seite ist nicht fachmännisch und kann keinesfalls eine ärztliche Beratung ersetzten.
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